Feuerwehr Waldniel bekommt mehr Platz und moderne Ausstattung

Veröffentlicht am 4. November 2026 um 21:12

Anfang November beginnen die Arbeiten, um das Feuerwehrgerätehaus auf den neuesten Stand zu bringen. Durch eine Erweiterung des Gebäudes entstehen drei zusätzliche Stellplätze für Einsatzfahrzeuge. Auch im bestehenden Gebäudekomplex sind weitere Umbauarbeiten geplant.

Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Schwalmtal mit ihrem Leiter Dirk Neikes freuen sich gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Gisbertz, Architekt Bernd Wetzels und den Kommunalpolitikern über ein weiteres geplantes Gerätehaus. (Larissa Kox)

Bisher verfügt der Gebäudekomplex der Feuerwehr über sechs Fahrzeugstellplätze. Diese reichen jedoch nicht aus. Vereinzelt stehen die Einsatzfahrzeuge des Löschzugs vor den Hallentoren oder müssen bei der Feuerwehr in Amern untergebracht werden. Das soll sich nun ändern.

Rechts neben dem bestehenden Gebäude entsteht eine neue, geschlossene Fahrzeughalle. In Zukunft sollen dort das Löschfahrzeug der Jugendfeuerwehr und das Mannschaftstransportfahrzeug untergebracht werden. Der dritte Stellplatz ist als strategische Reserve vorgesehen, insbesondere für Anforderungen im Krisen- und Katastrophenschutz.

„Die Erweiterung soll unsere Bestandsbereiche optimieren“, sagt Dirk Neikes, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Schwalmtal. Mit dem Anbau entstehen zusätzliche Lager- und Arbeitsflächen. Unter anderem erhält der Löschzugführer ein eigenes Büro. Zudem wird zusätzlicher Platz für wichtige Einsatzmittel geschaffen, die derzeit noch an verschiedenen Stellen innerhalb der bestehenden Halle untergebracht werden müssen.

Neben der Erweiterung um drei Stellplätze und zusätzliche Arbeitsflächen wird auch das Bestandsgebäude umgebaut und an die aktuell geltenden Vorschriften angepasst. Die Anbindung des alten an das neue Gebäude sowie die Umbauarbeiten im bestehenden Gebäudekomplex stellen dabei zusätzliche Herausforderungen dar, erklärt Bernd Wetzels, leitender Architekt.

Auf der Grünfäche neben dem Bestandsgebäude, soll das neue Gerätehaus entstehen. (Larissa Kox)

Während des Umbaus ist eine Vergrößerung der Männerumkleide sowie eine Verlegung der Frauenumkleide geplant. „1999 hatten wir nur eine Frau bei uns“, sagt Neikes. Mittlerweile sind knapp zehn Frauen bei der Feuerwehr in Waldniel aktiv. Durch die Verlegung der Frauenumkleide soll zusätzlicher Platz geschaffen werden.

Auch die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung wird durch den Umbau verbessert. Statt eines Spinds pro Person erhalten künftig alle Feuerwehrleute einen Doppelspind. So können die verschmutzte Einsatzkleidung und die saubere Kleidung getrennt voneinander aufbewahrt werden. Dadurch wird verhindert, dass Schadstoffe in die sauberen Bereiche gelangen. Die Feuerwehrleute werden so besser vor gesundheitlichen Gefahren geschützt.

„Wir wollen die Werkstatt zukunftsgerichtet aufstellen“, sagt Dirk Neikes. Auch energetisch soll das Gebäude auf den neuesten Stand gebracht werden. Geplant sind eine Wärmepumpenheizung sowie zwei externe Notstromgeneratoren. Bei einem Stromausfall kann das Gebäude dadurch weiterhin mit Energie versorgt werden.

Anfang November beginnen die Bauarbeiten an der Heerstraße in Waldniel. In der ersten Bauphase kann der Feuerwehrbetrieb uneingeschränkt weiterlaufen. Für die anschließenden Umbauarbeiten werden die Umkleideräume vorübergehend in die Fahrzeughalle verlegt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Spätsommer 2027 abgeschlossen sein.

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare.